Geldmengenanpassung

Geldmengenanpassung ist ein Begriff aus der sozialen Geldschöpfung. Er beschreibt ein digitales Werkzeug zur Löschung von Giralgeld um die Geldmenge zu kontrollieren.

In der sozialen Geldschöpfung stellt die Geldmengenanpassung eine Alternative zur Steuer da. Der Staat benötigt nach dieser Idee keine Steuern, da er das Geld, dass er für seine Ausgaben benötigt, als Giralgeld schöpft. Um eine Geldmengeninflation zu vermeiden zahlen die Bürger anstelle von Steuern eine Geldmengenanpassung. Im Gegensatz zur Steuer wird dieses gezahlte Geld wieder gelöscht.

Damit wird das Prinzip der Schöpfung und Löschung von Giralgeld bei der Kreditvergabe von Privatbanken auf den Staatshaushalt übertragen. Die Geldschöpfung der Banken bei der Kreditvergabe führt zu keiner Geldmengeninflation, weil der Kreditbetrag nach der Rückzahlung wieder gelöscht wird. Die Bank behält lediglich die Zinsen als Gewinn.

Zudem stellt die Geldmengenanpassung nach dieser Idee ein Werkzeug zur direkten Kontrolle der Geldmenge dar, wie im gegenwärtigen Geldsystem kein Vergleichbares zu finden ist. Aktuell kann dieses nur indirekt durch das Heben und Senken des Leitzins beeinflusst werden. Mit den Möglichkeiten der digitalen Technik bestünde dagegen durch die gezielte Löschung von Giralgeld die Möglichkeit direkt auf die Geldmenge einzuwirken.

Nach der Idee der sozialen Geldschöpfung kann man sich in dieser Theorie die gesamte Geldmenge bildlich gesprochen wie das Wasser in einem Swimming Pool vorstellen. Durch die Staatsausgaben fließt immer frisches Wasser herein, und am Beckenrand läuft immer wieder welches durch die Geldmengenanpssung kontrolliert ab.

Es gibt verschiedene Ideen, wie die Geldmengenapassung konkret umgesetzt werden könnte:

Zum einen besteht die Idee das Geld auf ähnliche Weise einzuziehen, wie dies gegenwärtig bei Steuern geschieht, mit einer Anpassung an die jeweiligen Einkommen vergleichbar der Steuerprogression.

In einem weiteren vorgestellten Modell, wäre auch eine Variante möglich bei digitalen Geldtransfers die Geldmengenapassung automatisiert bei jeder Transaktion zu löschen. Würde nach dieser Idee zum Beispiel die Höhe der Geldmengenanpassung der Höhe der aktuellen Mehrwertsteuer (rund 20%) betragen, so würde nach jedem fünften Geldtransfer eine Währungseinheit aus dem Geldkreislauf verschwinden.